Eurasier Information - langjährige (1991-2011) Hauptzuchtleitung der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.

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Die Eurasier Idee - Geschichte des Eurasiers

Familie Wipfel, Weinheim, wollte sich Mitte der fünfziger Jahre ihren ganz persönlich passenden Familienhund erzüchten. Nach den Erfahrungen mit ihrem geliebten "Kanadier" (einem intelligenten, aber nicht ganz ungefährlichen  Wachhund) sollte es etwas ganz Spezielles sein, das so nicht zu finden war. So kam die Familie Wipfel zum Wolfsspitz.

Julius Wipfel las sehr viel "Kynologisches" und begeisterte sich natürlich für die Veröffentlichungen von Konrad Lorenz. Sie faszinierten ihn auf besondere Weise, da er hier seine eigenen Vorstellungen vom idealen Hund eindrücklich formuliert fand:

"Nicht nur durch Zufall stieß ich auf die 'Lorenz-Literatur'. Seine Zufallskreuzung Chow-Schäferhund machten mich hellhörig, die Beschreibung des wunderbaren Wesens der Chow-Abkömmlinge begeisterte mich sofort".

 (J.Wipfel)

Die Rasse Eurasier entstand 1960 durch die gezielte Kreuzung von Wolfsspitz Hündinnen und Chow-Chow Rüden, um einen ganz besonderen Familienhund zu erzüchten.

Julius Wipfel bereitete sein Zuchtvorhaben gut vor. Inspiriert vom Lorenz'schen Beispiel, sollten durch eine Verpaarung von Chow-Chow und Wolfsspitz, zwei sehr alten ursprünglichen Rassen,  deren beste Eigenschaften sich in einer neuen Rasse, dem Wolf-Chow, wieder finden.

Durch seinen ersten Wurf Wolfsspitze in seinem Zwinger "von der Bergstraße" lernte Julius Wipfel die Familie Baldamus kennen, die mit Asta von der Bergstraße eine Hündin aus diesem Wurf erwarb.

Hier bahnte sich nun eine für die Eurasierzucht entscheidende Zusammenarbeit zwischen Julius Wipfel und Charlotte Baldamus (Zwinger "vom Jägerhof") an. Beide wussten sich für die Idee der Erzüchtung einer neuen, ganz besonderen Hunderasse zu begeistern.

Mit dem gleichen Engagement, mit dem Julius Wipfel seine Idee einer neuen Hunderasse verfolgte und entwickelte, begann Charlotte Baldamus konsequent, mit viel fundiertem Wissen und praktischer Kenntnis der Tierzucht, den Aufbau einer Zuchtlinie (vom Jägerhof) dieser neuen Rasse.

Ein Zitat aus der - Geschichte des Eurasiers- , von Alfred Müller, verdeutlicht dies am besten:

"Der B-Wurf "vom Jägerhof" ist bei dieser Ursprungsverpaarung besonders hervorzuheben, da er aus heutiger Sicht als der wichtigste Wurf der Eurasiergeschichte betrachtet werden muss. Die Geschwister Brumbo und Berit vom Jägerhof waren die Stammeltern der Jägerhof-Linie, aus deren Nachzucht viele Eurasier-Zwinger gegründet wurden. Ja, man könnte heute sagen: Es gibt kaum einen echten Eurasier, der kein Jägerhof-Blut führt." (Der A-Wurf vom Jägerhof fiel einer Infektion zum Opfer)

Die zunächst "Wolf-Chows" genannten Hunde wurden später durch die Einkreuzung des sibirischen Samojeden zum Eurasier "vervollständigt". 1973 erfolgte die Anerkennung dieser neuen Hunderasse Eurasier durch den VDH und die FCI.

1973 trennte sich Frau Baldamus von Julius Wipfel und gründete mit Gleichgesinnten die Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V. (VDH/FCI). Charlotte Baldamus hat den Eurasier maßgeblich beeinflusst. Jägerhoftiere sind in der heutigen Population - wenn auch in den Ur-Generationen - mit ihrem wertvollen Erbgut noch immer vorhanden.

1978 gründete Julius Wipfel die KZG, die Kynologische Zuchtgemeinschaft Eurasier.

Die Eurasier-Idee

war immer untrennbar mit dem guten Wesen der zu schaffenden neuen Rasse verbunden. Schon nach den ersten 10 Jahren formulierte Julius Wipfel die Grundzüge des erstrebten, in großen Teilen auch bereits erreichten Wesens der Rasse (damals noch Wolf-Chow).

Das Wesen des Eurasiers:

(nach Julius Wipfel, Eurasier - Entstehung, Entwicklung, Gegenwart, S. 104)

 

Für die mich gehört zum "einmaligen Resonanzhund" auch noch immer die vornehme Zurückhaltung unbekannten Menschen gegenüber. Hat der Eurasier eine ganz besondere Bindung an seine/n Herrn/Familie, kann er nicht zugleich "everybody's darling" sein. In heutiger Zeit würde man das wohl so formulieren: Fremden gegenüber gelassen und unaufdringlich

Ein kleiner Eurasierwelpe sollte es von seinen Anlagen her auch heute noch ermöglichen, ihn zu einem vornehm zurückhaltenden und ausgeglichenen Eurasier zu erziehen, ohne dass er dabei ängstlich wirkt.

Wer seinen Eurasier sehr freundlich und allen zugetan erziehen möchte, kann das tun - es geht, ich habe es ausprobiert. Aber die Frage sei erlaubt: Ist dann der Eurasier wirklich die richtige Rasse der Wahl?

Wichtig ist in jedem Fall eine stringente, kompetente Erziehung, damit das kleine Lebewesen die Verständigung mit seiner Familie lernen und ein gutes artgerechtes Leben führen kann - das gilt allerdings für jeden Hund!

 

Eurasier-Information

Copyright 04 Dezember 2017 / Gisela Aach

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