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Die Aufgaben der Zuchtleitung in der Zuchtgemeinschaft für Eurasier
- aufgezeigt nach 20 Jahren Tätigkeit (1991 - 2011) in diesem Amt -
Eigentlich erscheint es auf den ersten Blick ganz einfach die Aufgaben eines Zuchtleiters zu beschreiben:
Auszug aus der Satzung der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.:
Der Zuchtausschuss bestimmt die Zuchtordnung.
Die Zuchtleitung (Hauptzuchtleiter und Beisitzer) bestimmt die Zuchtrichtlinien.
Der Hauptzuchtleiter trifft züchterische Einzelentscheidungen.
Hauptzuchtleiter und Zuchtleitung haben dem Zuchtausschuss zumindest einmal jährlich Rechenschaft über ihre Arbeit zu legen.Völlig klar formuliert:
Gemeinsam mit einem Gremium bestimmt der Zuchtleiter zuerst einmal die "Zuchtrichtlinien", d.h. das Ziel unserer Eurasierzucht in der ZG (den Rahmen bietet der Standard 291 der FCI) und als Folge davon natürlich auch die Wege, auf denen wir gemeinsam mit den Züchtern diese Ziele erreichen wollen.
Zudem obliegen dem Zuchtleiter die züchterischen Einzelentscheidungen, d.h. jede einzelne Deckempfehlung für eine Zuchthündin ist vom Zuchtleiter zu beurteilen, zu genehmigen und zu unterschreiben. Glücklicherweise hatte die ZG eine sehr lange Zeit mit Frau Marahrens und Herrn Müller und mir Zuchtleitungsmitglieder, die jederzeit über jede Entscheidung leidenschaftlich diskutieren konnten und einander stets mit Rat und Tat zur Seite standen!
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Damit der Zuchtleiter und die Zuchtleitungsmitglieder nicht machen können, was sie wollen, müssen sie dem Zuchtausschuss Rechenschaft legen, d.h. der Zuchtleiter muss in jeder Zuchtausschusssitzung aufzeigen, was in der Zucht geplant wurde und geplant wird. Der Zuchtausschuss, der aus in der Zucht erfahrenen und langjährigen Mitgliedern der ZG besteht, beurteilt dann die Arbeit der Zuchtleitung.
Das bedeutet, dass die Zuchtgemeinschaft für Eurasier eine sehr sorgfältig geplante und zentral gelenkte Rassehundezucht betreibt. (Die Unterstützung der Zuchtleitung durch ein erprobtes Zuchtplanungsprogramm und eine umfassende, ständig aktualisierte Datenbank - derzeit über 22 000 Eurasier-Datensätze - ist dabei unerlässlich, aber auch selbstverständlich, ebenso wie eine gute persönliche Kenntnis der jeweiligen Zuchttiere und Zuchtstätten.)
Dies ist in der heutigen Zeit sicherlich ein besonderer Luxus, denn der Trend der Zeit geht eindeutig zum schnell verfügbaren, ggf. jederzeit umtauschbaren pflegeleichten Welpen, der sich allen Gegebenheiten der Besitzer problemlos anpassen soll. Eigene Bedürfnisse des Lebewesens "Hund" werden leider oftmals nicht mehr akzeptiert. Das Medium Internet leistet diesem Trend Vorschub.
Wir, die Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V., wollen versuchen noch möglichst lange gegen den Strom der Zeit zu schwimmen!
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Zusätzliche Aufgaben, die ich als Zuchtleiter initierte:
Die Aus- und Weiterbildung der Züchter, damit diese mit einer guten Wissensbasis die Aufgabe "Welpenaufzucht in der ZG" angehen können = Züchterseminare
Die Ausbildung der Zuchtwarte (in Zusammenarbeit mit den Körmeistern) und Abnahme der Prüfungen
Die Vorbereitung und Durchführung der Zuchtausschusssitzungen
Teilnahme an nationalen und internationalen Veranstaltungen, auch vielen Ausstellungen, die für die Eurasierzucht relevant sind
Gastvorträge
Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen (Kynologische Tagungen, Seminare etc. - ich lerne noch immer viel Neues dazu)
Intensive Kontaktpflege mit unseren Mitgliedern und Züchtern, d.h. auch Teilnahme an fast allen Vereinsveranstaltungen, bei denen unsere Eurasier vorgestellt werden
Vielfältige Kontaktpflege zu den nationalen und internationalen Eurasiervereinen, um das wichtige Gespräch mit den Zuchtverantwortlichen weiter zu pflegen
........... uvm
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Copyright 04 Februar 2012 / Gisela Aach